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territories. les lacets sont défaits

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KulturPartei

Diskussion,

Do 10. 8. und Do 17. 8. 06, jeweils 20 Uhr

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Moabiter Kulturtage 2006

Kunstfestival,

Do 24. 8. – So 27. 8. 06

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territories. les lacets sont défaits

Filmabend,

28. 9. – 19. 10. 06, jeweils 20 Uhr

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M3: Zündverteiler

Performance,

Fr 27. 10. – Sa 28. 10. 06

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Fokus Kunst

Workshop,

3. 11. – 2. 12. 06

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Wenn Klang aufhört

Konzert,

Mi 13. 12. 06, 20 Uhr, Kellerkino

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¡Venceremos!

Lesung,

Do 14. 12. 06, 20 Uhr

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Veranstaltung:

28. 9. – 19. 10. 06, jeweils 20 Uhr

Einen zweiten Schwerpunkt der Ausstellung „territories. les lacets sont défaits“ bilden Filme, die die genannten Themen aufgreifen. 2 Sets von 3 bzw. 6 Kurzfilmen, die zwischen 1998 und 2006 entstanden sind, werden alternierend jeweils donnerstags um 20 Uhr im Kinokeller der Galerie Nord gezeigt.

Set 1: 28.9. und 12.10., 20 Uhr
Santiago Reyes: „Les Vidéos des Villes“, seit 1998
Elise Florenty/ Marcel Türkowsky: „Berlin’s Last Tape“, 2005
Grégory Bétend: „Checkpoint Charlie“, 2005
Fabrice Lauterjung: „Istanbul, le 15 novembre 2003“, 2004
Shingo Yoshida: „comfort place/ rue de Belleville“, 2006
Tara Herbst/ Nikolas Siepen: „Moi je suis au mois de mai“, 2001

Set 2: 5.10. und 19.10., 20 Uhr
Basak Kaptan: „once upon a time“, 2005
Nicolas Boone: „Portail“, 2005
Fabrice Reymond: „Nescafer“, 2002

Zu den Filmen:

Santiago Reyes
Les Vidéos des Villes

30 min
seit 1998
The serie of Cities videos is a work in progress that I started in 1999. It is a short video, 90 seconds that I record in every city that I visit. I imagine this video like a post card where I show the city as a stage of a performance. The actors that interpret (always a man and a woman anonymous who I meet by chance) are natural from the place where they appear. They are all asked to recite standard dialogues related to desire, dream or fears. The places chosen from the different cities are highly standardized so it can be easily exchanged: banal and modern urban architecture, a little sky and natural vegetation. The only clue given to the viewer to identify the place is the language spoken in each site and the title. The video manages to raise questions about the singular and the global, and the hope for happiness.

Elise Florenty & Marcel Türkowsky
Berlin’s Last Tape

4 min 35
2005
A young man tells how he couldn’t use the ring in Berlin when he was a child. The S-Bahn ring which connected the East to the West was interrupted. However, in one moment, taking the S-Bahn close to the place where the ring had been cut, the train was higher than the ground and higher than the wall. This place is called Plänterwald. There he could see the West and its new urban constructions. These appeared to him as a white island surrounded by a vast forest. A forest in which «you don’t believe that there is a wall inside». In this precise moment, he used to give signs in direction to the houses but, as he never obtained any answers, he thought that nobody lived there, behind these windows which look towards the East. Today however it is known that people in the West used watchtowers, telescopes and other devices in order to make themselves a picture of what the East could be like. A display close to voyeurism. Years later, the young man takes again this particular way. This time, he sees a giant eye in front of him, located in the same axis as the island, starring at him : for any answer, the mirror of waiting, doubts and last contradictions. The way of narration is inspired by Krapp’s Last Tape of Beckett. The story told through a played dictaphone sound recording. The man who listens to the tape is the same one who recorded it.
He plays it unceasingly backward and forward. Thus the story is not linear but constructed by bits of thoughts which are repeated sometimes and connected again between themselves in an incongruous way. The image, also, is repeated and put into loops, playing the idea of a false start, allowing another listening, but always delaying the moment to pose a glance on what the story on the tape is about. It finishes with synchronizing itself.

Grégory Bétend
Checkpoint Charlie

11 min
2005
Der Checkpoint Charlie ist der berühmte Grenzposten Berlins zwischen dem amerikanischen und dem sovietischen Sektor zur zeit des Kalten Krieges. Der Posten ist heute in Szene gesetzt und rekonstruiert, allerdings nicht ganz exakt. Es entsteht eine Lücke zwischen jener Ungenauigkeit und der realen Geschichte. Der Film vereinigt mehrere Geschichten, sie sind intim und kollektiv, anekdotisch und tragisch. Sie stehen sich nicht gegenüber wie die Panzer an der Grenze, sondern sie kreuzen sich. Sie zeichnen zitternde Linien eines Portrait über Berlin.

Fabrice Lauterjung
Istanbul, le 15 novembre 2003

11 min 30
2004
Am 15. November 2003 traf ich in Istanbul einen ehemaligen türkischen Regisseur.
Während er mir vier seiner Super-8 Filme projizierte, erzählte er mir von der Stadt.
Er sprach von seinen Anfänge im Film und wie er französisch lernte. Er enthüllte mir das Bestehen eines fünften Super-8 Films und eines Turms, auf dem unzählige Inschriften in sämtlichen Sprachen eingeschrieben waren. Ich vereinigte seine Worte mit dem Gefilmten. Dieses Gespräch ist nicht aufgenommen worden, aber seine Übertragung war noch möglich. Ich bewahrte die vier Super-8 Filme auf und fügte in Form eines schmalen Textes, der von rechts nach links im Zentrum des Bildschirmes vorbeizieht, die Erinnerung an diesen mündlichen Austausch hinzu.

Shingo Yoshida
comfort place / rue de Belleville

2006
4 min 01
Shingo Yoshida interveniert während einer Ausstellung in Paris an einem Gebäude in der rue de Belleville . Seine Intervention steht in Verbindung mit der Ästhetik der Fassade des Sozialbaus (HLM), die weißen Keramikfliesen bedeckt ist. Er benutzt ebensolche Fiesen und formt auf dem Gehweg vor dem Gebäude eine weiße « Pfütze », als würde die Wand auf den Boden tropfen. Die Fassade wird flüssig und löst sich vom Gebäudekörper, und gibt somit den Beginn seiner eigenen Zerstörung bekannt. Die Installation löst verschiedene, nicht zuletzt gewalttätige Reaktionen unter den Anwohnener und den Passanten aus. Das Video ist Zeugnis jener Intervention und seines Entstehungsprozesses.

Tara Herbst & Nicolas Siepen
moi, je suis au mois de mai!

30 min
2001
Der Film „MOI JE SUIS AU MOIS DE MAI!!“(Ich bin im Monat Mai!) ist in Zusammenarbeit von Nicolas Siepen und Tara Herbst entstanden. Wir haben ca. 80 Bekannte eingeladen, an einem Drehtag im Mai 2000 sich vor der Kulisse der neomodernistischen Max Schmeling Halle in Berlin zu einer Demonstration zu versammeln. Der Film besteht daraus, daß alle, die an dem Film beteiligt waren, ihn auch zeitgleich produziert haben. Allen Beteiligten stand frei zu filmen, Ideen, Stil oder Inhalte zu bestimmen. In einem zweiten Schritt haben wir das gesamte Material zu einem Film verarbeitet, der sich mit Repräsentation von Revolution, Demonstration und „anderes Leben“ beschäftigt. Das Ereignis wurde von zwölf verschiedenen Kameras gleichzeitig gefilmt, wobei einige Super-8 Kameras dabei waren, deren Bilder die Ästhetik der 70er Jahre evozieren. Der Film bezieht sich auch auf die gängigen Medialisierungen und Repräsentationen der Ereignisse von Mai 68, wie sie vom Autoren-Kino gebildet und von der Kulturindustrie verändert und ökonomisiert wurden. Diese Klischees von Individualität und „glücklichem Leben“, die heute die Medien beherrschen werden in dem Film in Spiegelungen und Fragmentierungen aufgelöst. Dazu gehört auch, daß das entstandene Filmmaterial grundsätzlich für alle Beteiligten frei zur Verfügung stand und steht. Mit dieser Open Source- Idee übertragen wir ein Modell, das in der elektronischen Musik oder Softwareproduktion erprobt wird auf den Film und die Herstellung von Bildern. Daher besitzt der Film auch formal keine geschlossene Form sondern wurde schon oft umgeschnitten und in vielen verschiedenen Variationen gezeigt. Keine lineare Geschichte wird erzählt, sondern die Möglichkeiten der Bilder werden zu allen Seiten für Veränderungen offen gehalten. Darin schließen die formalen Fragen an den Inhalt an: wie lassen sich die etablierten Bildangebote, die durch Copyright geschützt sind destabilisieren, ohne sie zu verleugnen oder ihre affektiven Kräfte zu unterschätzen – kurz ihre politische Dimension freilegen und für Experimente zu öffnen? Was bleibt sind Gangs, Hummeln, Hedonismus und Tauschgeschäfte aller Art.

Basak Kaptan
once upon a time

7 min 04
2005
This is a super8 film shot in a wood near Poznan. Poland. The artist tries to restage her childhood, asking a child to wear her own coat and making her play in front of the camera. The story she intends
to realise is the same memory that she, too, was once put in the very same position. (She was photographed by an artist in her hometown 20 years ago). The black screens between shots are off-spaces for the famous fairy tale „the little red riding hood“. The text of the tale which is dictated from a fairytale compilation CD appears as subtitles on the screen. The subtitled, dictated tale flows until the part where the little red riding hood first meets the wolf and says „I didn’t hear you coming. You startled me.“ The sound of the film is designed in many layers realising a memory space with various tracks.

Nicolas Boone
Portail

Filmpräsentation im Modus « random »
54 min
2005
Ein Film, den man erleben muss. Nach jeder Ansicht einer Szene des Films, beginnt der Film in kleinen Veränderungen wieder von neuem. Es dringen mit jeder Szene weitere Zombies durch ein weiteres Tor in das nächste Schlosses ein. Es ist eine wahre Zombiefabrik, die Gespräche, Feuersbrünste, Begräbnisse und Konzerte produzieren. Ein Film, begierig nach frischem Fleisch, sucht seine Zusammenfassung. /PORTAIL / Das Szenario öffnet sich in seiner Mitte, die Reihenfolge Szenen setzt sich nach dem Zufallsprinzip fort. /PORTAIL/, der letzte Zombiefilm …

Fabrice Reymond
Nescafer

01 h 03 min
2002
Nescafer ist der erste Film von Fabrice Reymond zum Prinzip des « Cinéma Générique ». Das Projekt des « Cinéma Générique » definiert ein neues Kinogenre, das zwischen Videospiel und Kino steht. Es erforscht die neuen kreativen Möglichkeiten, die durch die Computertechnologie eröffnet werden. Das Basisprinzip ist die Desynchronisation von Texten, Tönen und Bildern. Alle Sequenzen sind von einander getrennt und werden während der Vorführung des Films durch ein Computerprogramm zufallsbedingt komponiert. Das Cinéma Générique pflanzt den Film fort. Das führt dazu Film nunmehr als Universum, als uns umgebende Fiktion, als Erzählung zudenken. Es geht darum dem Kino das Spektakuläre und Kurzlebige zu entleihen, ebenso seine Fähigkeit direkte Emotionen zu produzieren und zu konsumieren.

Verbundene Ausstellung: