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Shifting Patterns | Dönüşen Paternler

Bildhauerinnen aus der Türkei in Deutschland *1932–86

30. 10. 2020 – 16. 1. 2021

Azade Köker, Foto: Emre Levent Malkoc, © VG Bild-Kunst Bonn 2020

Yıldız Tüzün, © VG Bild-Kunst Bonn 2020

Yasemin Özcan

Burçak Bingöl

Gülsün Karamustafa

Evrim Kavcar

Ekin Su Koç

Eröffnung:

Fr 30. Oktober, Soft Opening ab 16 Uhr

Begrüßung und Einführung:

19 Uhr: Begrüßung / Einführung mit Veronika Witte und Ayşe Güngör

Künstler*innen: Burçak Bingöl, Gülsün Karamustafa, Evrim Kavcar, Ekin Su Koç, Azade Köker, Yasemin Özcan, Yıldız Tüzün

Aufgrund der aktuellen Situation bleibt die Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten bis Ende November 2020 geschlossen.

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Shifting Patterns | Dönüşen Paternler bezeichnet mehr als nur eine Bewegung oder den Wandel von Mustern. Der Titel versinnbildlicht die Verschiebung, das Driften, die Umschichtung oder gar das Versetzen von Lebensmodellen und ästhetischen Handlungsmustern, die mit der geografischen Bewegung von Menschen eine hybride Vermischung eingehen und eine kulturelle Neuverortung initiieren. Die Ausstellung stellt die Frage in den Raum, ob und in welcher Weise die Erfahrungen von Aus- und Einwanderung die bildhauerischen Strategien von Künstlerinnen formal wie inhaltlich geprägt haben, hier am Beispiel der Türkei. Wie beeinflusst der Wechsel der Geografie mit all ihren ortsspezifischen, sozialen und politischen Aspekten die Arbeitsweisen, die Themen und die Karrieren von Bildhauerinnen? Haben sich die unterschiedlichen kulturellen Codes, Geschichten und Materialien in den Werken vermischt? Wurde die Migration gar selbst zum Thema der Werke? Wie haben die Künstlerinnen über einen Zeitraum von 60 Jahren Stereotype und unterschiedlichste Zuschreibungen genutzt, unterwandert, dekonstruiert und transformiert?
Die sieben ausgewählten Bildhauerinnen wurden zwischen 1932 und 1986 geboren und teilen einige Aspekte in ihrer Biografie und ihrer Kunst: die Erfahrung des Ortswechsels und die Selbstermächtigung als Künstlerin. Einige von ihnen sind in den 1960er-Jahren nach Deutschland immigriert, andere haben zeitweise hier gelebt und gearbeitet oder stehen als Wandernde in engem künstlerischen Kontakt mit Deutschland. Ihre Werke fokussieren sich auf die Verwendung klassischer Materialien wie Keramik, Papier und Textilien, die sie zum Teil um zeitbasierte und zeitgenössische Medien wie Video, Film, Performance oder partizipatorische Strategien erweitern.

 

Shifting Patterns | Dönüşen Paternler refers to more than just movement or the transformation of patterns. The title alludes to the shifting, drifting, rearranging or even relocating of life models and aesthetic practices, which blend in a hybrid amalgamation with the geographical movement and initiate a cultural repositioning. The exhibition poses the question of whether and in what way the experiences of emigration and immigration might have shaped sculptural strategies of female artists in terms of form and content, here with Turkey as an example. How does a change of geographical environment, with all its site-specific, social, and political aspects, influence artistic methods, contents, and careers of sculptors? Were methods, cultural codes, stories, and materials merged unconsciously or has migration itself become a topic in the works? How have female sculptors from Turkey made use of, subverted and deconstructed stereotypes and a variety of attributions?
The seven sculptors presented in the exhibition, born between 1932 and 1986, share some aspects of their biography and their art: the experience of relocation and the self-empowerment as women artists. Some of them have moved to Germany since the 1960s, others have lived in Germany temporarily or they have close artistic contact with Germany as part of a nomadic lifestyle. Their works focus on the use of classical materials such as ceramics, paper and textiles, which they partly expand with time-based and contemporary media such as video, film, performance or participatory strategies.

Kuratiert von Veronika Witte und Ayşe Güngör

 

Mit freundlicher Unterstützung der bezirklichen Förderfonds, des Fonds für Prasentationsformen zeitgenössischer Kunst der Senatsverwaltung Kultur und Europa und der Stiftung Kunstfonds.

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