Preis des Präsidenten der UdK Berlin 2020

Ausstellung

12. 5. – 15. 6. 21

Künstler*innen: Liane Aviram, Marlene Hundt, Ketevan Ortoidze

Der Preis des Präsidenten der UdK Berlin wird jährlich an jeweils drei herausragende Studierende der Bildenden Kunst verliehen. Die Preisträgerinnen und Preisträger präsentieren ihre Arbeiten in einer Ausstellung, die auch dieses Jahr in der Galerie Nord stattfindet. Ziel ist es, eine Brücke zwischen der Ausbildungsinstitution und dem Kunstbetrieb zu schlagen und die Aufgabe der Nachwuchsförderung in den kommunalen Galerien zu realisieren.

Im Jahr 2020 wurden die Künstlerinnen Liane Aviram, Marlene Hundt und Ketevan Ortoidze mit dem Preis des Präsidenten ausgezeichnet.

Liane Aviram ist eine bildende Künstlerin, die in den Bereichen digitale Kunst und Installation arbeitet. Sie interessiert sich für die Überschneidung von Dokumentation und Fiktion im Film sowie für feministische Fantasie als Untersuchungswerkzeug. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit Themen wie Mobilität, Kapital und mit der Beziehung zwischen Körper und Arbeit, welche sie anhand verschiedener sozialer und kultureller Ereignisse untersucht. Liane Aviram arbeitet vorwiegend mit Film, wobei auch ihr Hintergrund in der Bildhauerei und Fotografie in ihre filmische Praxis einfließt.

Marlene Hundt beschäftigt sich mit dem Prozess der Bildwerdung. Ihre Arbeiten zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht in einer bestimmten Form sondern in Zwischenformen zu finden sind. Dabei nehmen sie innerhalb von auflösenden, poetischen Zuständen Gestalt an. Welche Wege führen zu einem Bild? Sie beschreibt ihre Herangehensweise als das Gegenteil einer ausführenden Hand, die weiß, was sie zu tun hat. Notizen fließen in und zwischen Bilder ein. Thematische Ausgangspunkte sind Motive des Films, Theaters, Musik und der Literatur des 20. Jahrhunderts.

In ihrer künstlerischen Praxis erforscht Ketevan Ortoidze die Räume zwischen Machtstrukturen und individuellem Handeln. Ihre Untersuchungen nehmen die Form von Installationen an, die Video und Skulptur kombinieren. Alltägliche und historische Objekte, die als Skulpturen nachgebaut werden, spielen oft auf soziale Klasse und Status an, während andere Elemente eher auf Materialien, Orte und Praktiken verweisen, die marginalisiert, ausrangiert oder unbrauchbar sind. Im Rahmen der gesamten Praxis – von der Forschung über den Produktionsprozess bis hin zur endgültigen Installation – strebt sie an, die vielschichtigen Spannungen zwischen dem Öffentlichen und dem Privaten und den darin eingebetteten Machtkämpfen zu entschlüsseln.