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Kommende Veranstaltungen

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15 Buchstaben – 101 Wörter

10. 12. 2020 – 10. 12. 2021, jeweils ab Dämmerung an der Fassade über der Galerie

Brüder-Grimm-Haus, Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten

Künstler*innen: Penelope Wehrli

Mit Beginn der Dämmerung erstrahlen ab dem 10. Dezember 2020 an der Fassade des Brüder-Grimm-Hauses in der Turmstraße 75 wundersame Wortfolgen in tiefem Blau: AUS – MAUS – MUS – RAUS – RAU – REH – RUM.

„15 Buchstaben – 101 Wörter“ ist eine künstlerische Intervention von Penelope Wehrli über den Schriftzug am Gebäude Brüder Grimm Haus, die an diesem Abend als einjähriges Wort-Lichtspiel im Rahmen der Initiative DraußenStadt beginnt. Der Name BRÜDER-GRIMM-HAUS kennzeichnet – meist von Passant*innen wenig beachtet – das historische Haus in der Turmstraße, das sich mit all seinen Institutionen seit Jahrzehnten der Kunst, Kultur und Weiterbildung widmet.

Penelope Wehrli stellt den Namenszug über der Fensterfront der Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten in den Mittelpunkt ihrer Installation. Die einzelnen Buchstaben der drei Wörter bilden das Material für ihre künstlerische Arbeit und die von ihr komponierten, teils ungewöhnlichen, teils absurden Wortspiele leuchten in unterschiedlichsten Kombinationen, Geschwindigkeiten und Rhythmen. Sie stellen Bezüge zum deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm her und lassen Bilder ihrer Märchensammlung entstehen. Das Außerkraftsetzen von syntaktischen Bezügen und der Gebrauch von klanglichen Lautfolgen wecken Assoziationen zu Comic, Trash-Art und Dada.

Unsere Sprache ist ein lebendiger Organismus und befindet sich in permanentem Wandel. Buchstaben und Laute werden zu Wörtern, sie werden gestaltet, geschrieben und gesprochen. Sie bezeichnen und erzeugen Bewusstsein und Bedeutung. Sie spielen mit Sinnhaftigkeiten, sind Medium unserer Kultur und stellen Zugehörigkeit her. Immer wieder entstehen neue Wörter und Begriffe – oder verschwinden auch wieder aus unserem Vokabular, aus modischen oder aus gesellschaftspolitischen Gründen, mal zu Recht, mal zu Unrecht, von dem Gefühl der Erleichterung oder des Bedauerns begleitet.

Sprache kracht, schneidet, singt. Sei sie plump, präzise oder poetisch: Sie öffnet Räume für Phantasie, Klang und Gefühl. Mit ihrer Intervention rückt Penelope Wehrli nicht nur den Namen des Hauses, sondern vor allem die Lebendigkeit von Kultur und Sprache ins Bewusstsein.

Brüder-Grimm-Haus, Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten

Konzept/Realisierung: Penelope Wehrli
Kuratiert von: Veronika Witte
Lichtsteuerung: Joa Glasstetter

Mit freundlicher Unterstützung des Amtes für Weiterbildung und Kultur und DraußenStadt der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

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Verbundene Ausstellung:

Shifting Patterns | Dönüşen Paternler Bildhauerinnen aus der Türkei in Deutschland *1932–86 30. 10. 2020 – 27. 2. 2021

Material, Memory, Migration

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Shifting Patterns: Burçak Bingöl, Foto: Mine Erkmen & Fatih Uysal, Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten

Burçak Bingöl, Foto: Mine Erkmen & Fatih Uysal

Die Forschungen von Burcu Doğramacı zu Exil, Migration und Flucht in Geschichte und Gegenwart widmen sich den Formen der Migration und der Migration der Formen sowie den Konzepten und Ästhetiken einer Kunstproduktion des Exils. Ihre Projekte und Publikationen verstehen sich als Beiträge zu einer kulturwissenschaftlichen, interdisziplinär ausgerichteten Exil- und Migrationsforschung – Non-lineare und anachronistische Historiografien, transkulturelle Vernetzungen, Theorien und Methoden einer Kunstgeschichte in Bewegung.

Burcu Doğramacı ist seit 2009 Professorin am Institut für Kunstgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München mit dem Schwerpunkt Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart. Sie forscht zu Exil, Migration und Kulturtransfer, Stadtkultur und Fotografie, zu Mode, Medien und Moderne sowie zur Medialität der Performancekunst.

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Verbundene Ausstellung:

Shifting Patterns | Dönüşen Paternler Bildhauerinnen aus der Türkei in Deutschland *1932–86 30. 10. 2020 – 27. 2. 2021

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Verbundene Ausstellung:

Shifting Patterns | Dönüşen Paternler Bildhauerinnen aus der Türkei in Deutschland *1932–86 30. 10. 2020 – 27. 2. 2021

Identity politics? – Effekte weiblicher Migration auf die künstlerische Biografie

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Shifting Patterns: Yıldız Tüzün, Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten

Yıldız Tüzün

Podiumsdiskussion mit Barbara Bartsch, Lotte Laub, Puduhepa u. a.

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Verbundene Ausstellung:

Shifting Patterns | Dönüşen Paternler Bildhauerinnen aus der Türkei in Deutschland *1932–86 30. 10. 2020 – 27. 2. 2021

Zeugnisse jenseits der Muster (I)

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Shifting Patterns: Die Türhüter (Sema Poyraz, 1988), Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten

Die Türhüter (Sema Poyraz, 1988)

Ein Filmprogramm kuratiert von Can Sungu und Malve Lippmann (bi’bak)

Der erste Teil des Filmprogramms Zeugnisse jenseits der Muster versammelt alternative Perspektiven von Filmemacherinnen, die gleichzeitig Insider und Outsider ihrer subjektiv wahrgenommenen Realität in Berlin sind. Die Arbeiten zeigen migrantische Perspektiven auf Berlin, indem sie ihren Protagonist*innen mit ruhigem Selbstbewusstsein zuhören und Raum geben. In Die Türhüter (1988) setzt sich die ehemaligen dffb-Studentin, Filmemacherin und Schauspielerin Sema Poyraz sowohl wörtlich als auch metaphorisch mit Mauern auseinander, indem sie auf das Leben türkischer Einwanderer*innen in Berlin-Kreuzberg zu Wort kommen lässt und ihre Wahrnehmungen zur Berliner Mauer aber auch ihre Beschreibungen von unsichtbaren Mauern innerhalb der deutschen Gesellschaft ins Bild setzt. S. Buse Yıldırıms Ghostly (2019) ist ein Versuch, ein “Stadtbild” zu schaffen, das zwischen Istanbul und Berlin oszilliert, indem narrative Interviews mit in beiden Städten aufgenommenen Stadtaufnahmen zusammengeführt werden. Die Filmemacherin strebt an „den Zustand der Entwurzelung zu visualisieren, der auch sehr stark mit dem Bild der Stadt ansich verbunden ist“. Willkommen in Deutschland?(2018) von Özlem Sarıyıldız ist ein selbstreflexives Video, das von den Erfahrungen der Menschen ausgeht, die in den letzten fünf Jahren von Istanbul nach Berlin gezogen sind. Die Erzählungen verflechten sich ineinnander, überschneiden sich und ihre Grenzen werden unscharf, während das Video sich den Geschichten annähert, die sogenannte „New Wave“ -Migranten aus der Türkei gemeinsam haben.

Im Anschluss folgt ein Gespräch mit Sema Poyraz und Özlem Sarıyıldız.

 

TESTIMONIES BEYOND THE MARGIN

A film programme curated by Can Sungu and Malve Lippmann (bi’bak)

The first part of the film programme Testimonies Beyond Margins offer alternative views on Berlin by their filmmakers who are simultaneously insiders and outsiders of their subjective realities. They shed light on migrant perspectives of Berlin by listening to their subjects with an inner self-consciousness. Die Türhüter [The Doorkeepers] (1988), by the former dffb-student, filmmaker and actress Sema Poyraz deals both literally and metaphorically with the walls by focusing on lives of Turkish immigrants in Berlin-Kreuzberg and their perception of the Berlin Wall and invisible walls within the German society. S. Buse Yıldırım’s Ghostly (2019) is an attempt to create a visual cityscape that oscillates between Istanbul and Berlin by bringing together the narrative interviews with the visuals shot in both cities. With the filmmaker’s own words she “aims to design a visuality of the emplacement and rootlessness, which are very much related to the city itself as well”. Willkommen in Deutschland? [Welcomed to Germany?] (2018) by Özlem Sarıyıldız is a self-reflexive video based on the motivations and experiences of people who moved to Berlin from Istanbul in the last five years. The stories intertwine, overlap, and their borders become ambiguous whilst the video comes closer to the stories that so-called “new wave” migrants from Turkey share in common.

The screening will be followed by talk with Sema Poyraz and Özlem Sarıyıldız.

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Verbundene Ausstellung:

Shifting Patterns | Dönüşen Paternler Bildhauerinnen aus der Türkei in Deutschland *1932–86 30. 10. 2020 – 27. 2. 2021

Zeugnisse jenseits der Muster (II)

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Shifting Patterns: Tülay German: Years of Fire and Cinders (Didem Pekün, 2010), Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten

Tülay German: Years of Fire and Cinders (Didem Pekün, 2010)

Ein Filmprogramm kuratiert von Can Sungu und Malve Lippmann (bi’bak)

Der zweite Teil des Filmprogramms Zeugnisse jenseits der Muster präsentiert Tülay German: Years of Fire and Cinders (2010) der Berliner Künstlerin Didem Pekün. Der Film konzentriert sich auf das Erbe der einflussreichen Sängerin Tülay German aus der Türkei in einer Zeit sozialer Unruhen, in der ihre Musik zu einem Ausgangspunkt für politisches Handeln wurde. Als energische und engagierte Frau widersetzte sich Tülay German mit ihren beruflichen, politischen und persönlichen Entscheidungen sowie den familiären und sozialen Erwartungen. Indem Didem Pekün erstmals und aus erster Hand über die Künstlerin berichtet, reflektiert sie die Zusammenhänge zwischen Kunst, Politik und Identität im zeitgenössischen Kontext.

Im Anschluss folgt ein Gespräch mit Didem Pekün.

 

TESTIMONIES BEYOND THE MARGIN

A film programme curated by Can Sungu and Malve Lippmann (bi’bak)

The second part of the film programme Testimonies Beyond Margins will present Tülay German: Years of Fire and Cinders (2010) by Berlin based artist Didem Pekün. The film focuses on the legacy of influential singer Tülay German from Turkey in a time of social unrest in which her music became a launch pad of political action. A vigorous and committed woman, German defied family and social expectations with her professional, political, and personal choices. Didem Pekün gives her fırst-person account of the artist as she explores the connections between art, politics, and identity within the contemporary context.

The screening will be followed by talk with Didem Pekün.

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Verbundene Ausstellung:

Shifting Patterns | Dönüşen Paternler Bildhauerinnen aus der Türkei in Deutschland *1932–86 30. 10. 2020 – 27. 2. 2021

Black on Black

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Shifting Patterns: Ceren Oykut, Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten

Ceren Oykut

Künstler*innen: Fezayafirar, Ceren Oykut

Finissage mit Performance von Black on Black (Ceren Oykut, FezayaFirar)

Black on Black ist eine audiovisuelle auf Live-Zeichnungen beruhende Performanceserie, welche in ihrer Entstehung von elektronischer Musik begleitet wird. Die überraschenden, archaischen und gleichzeitig ungezähmten Linien von Ceren Oykut erzählen Geschichten von urbanen Transformationen, Sprache und verschiedenen Lebewesen, die durch die elektronischen Sci-Fi Wellen von FezayaFirar (Melih and Emre Sarıgöl) ergänzt werden.