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Kommende Veranstaltungen

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Verbundene Ausstellung:

‹doku.ARGU.Experi.PIg.› 20. 8. – 9. 10. 21

radio.MENT

21. 8. – 9. 10. 21, jeweils samstags 10–11 Uhr auf Cashmere Radio

21. 8.:  Estrel I: MAY YOUR STARS SHINE BRIGHT, YOU PRETTY PYRAMID. (Lola Göller) & Wenn das Eigentum … (CinemaCopains)

28. 8.:  Während die Sachen ihre Schatten verlieren (mit Gabriel Rossell Santillán)

4. 9.:  dAEP Mädchenband live in concert

11. 9.:  Fronteras Visibles. Making-off eines Soundtracks (Christian Diaz Orejarena) & Wenn das Eigentum … (CinemaCopains)

18. 9.:  Staging Distance (Fabian Bechtle, Vincent Grunwald, Konrad Mühe, ) & Ach/Ugh! (Anna Zett)

25. 9.:  Die Parabelles! (Die Parabelles) – live

2. 10.:  Seanaps Radio Lab Special

9. 10.:  Singing yesterday’s news again (Natascha Sadr Haghighian & Nicholas Bussmann)

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Das öffentliche Palais .Ment steht im Innenhof zwischen Galerie Nord, der Volkshoch- und der Erwachsenenschule BerlinKolleg. Als Endsilbe bündelt es die Elemente des Ausstellungstitels und verweist auf die verschiedenen Prozesse gemeinsamen Denkens, Erinnerns und Verstehens. Der Pavillon der Synapsen ist Bühne für beispielsweise die Mädchenband am 28. August, Küche für den performenden Gabriel Rossel Santillán am 04. September oder schlicht Treffpunkt im Freien nach Unterricht und Ausstellungsbesuch – ein offener Dachstuhl. Bitte, setzen Sie sich.
Das Radioprogramm läuft während der Ausstellungsdauer jeden Samstag von 10 – 11Uhr auf Cashmere Radio (88.4 MHz Berlin/ 90.7 MHz Potsdam) und wird zum Nachhören online abgelegt.

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Sendungen

21.08.
Estrel I: MAY YOUR STARS SHINE BRIGHT, YOU PRETTY PYRAMID., 2014 (35’27, deutsch)
Ein Tatsachenreport von Lola Göller & Marta Gerosa
pyramidinourhands

Direkt nach der Wende lud das Estrel Hotel junge russische Maler in eine Residence nach Berlin ein. Die dort entstandene Kunstsammlung mit frisch verschmiertem Ost-West-Gefühl ist nach wie vor im Hotel zu bewundern und auch heute noch engagiert sich der Hotelbesitzer für Nachwuchskunst und baut Pyramidal an. Berlin-Neukölln bekommt die Estrel-Kunsthalle – ein Labyrinth aus Glas und Granit, die ungesund strahlt, schallt und Berlin mit Regenbogen überzieht. Die neue Kunsthalle wird zum Präsentationsort dreieckiger Werke, passend zum Logo des Estrel, ähnlich der quadratischen Kunstsammlung Rittersport.
Untersucht wird das gerade neu eröffnete Berliner Kunstweltwunder. Der Hotelchef, der Architekt, die Kuratorin, Baugegner werden interviewt.

put private money in and art and architecture start radiating rainbows for you

Autorinnen: Lola Göller, Marta Gerosa, Claudia Dorfmüller
Musik: Jean-François Rosè Yapi, Marta Gerosa, Lola Göller
SprecherInnen: Dominik Wirth, Gabriel Loebell, Lola Göller, Lilli Kuschel, Mitya Churikov, Marta Gerosa, Sebastian Karhoff
Produziert in den Phlexton Studios Berlin

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21.8. + 11.9.
Und wenn das Eigentum heilig ist…, 2021, (10’, deutsch)
Cinema Copains

Ein Hörstück über das Recht auf Eigentum und den Artikel des Grundgesetzes, der bei liberalen Fanatikern Schnappatmung und Carracas-Rufe provoziert.
Audiostück aus der Ausstellung

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28.8.
Während die Sachen ihre Schatten verlieren, 2021 (30’, deutsch)
mit Gabriel Santillán

Ein Gespräch über das Arbeiten mit Geräuschen aus der Küche. Special Soundeffects, live produziert.

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4.9.
dAEP Mädchenband live in concert, (1h, deutsch)
Mitschnitt des Konzerts am 28.08.2021 Galerie Nord, Hinterhof

Futurospektive einer Band, die seit über 15 Jahren nie unter demselben Namen und nie mit den gleichen Songs auftritt. Vor Ewigkeiten auf dem Partyschiff MS Stubnitz in Rostock gegründet, präsentieren wir eine Sendung aus dem Konzertmitschnitt collagiert mit Interviews, live aus dem Pressprozess ihrer LP Festplatte & Schnippeln der in der Ausstellung aufgebauten Mädchensamplemaschine.

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11.9.
Fronteras Visibles. Making-off eines Soundtracks, 2021 (1h, deutsch)
Christian Diaz

In diesem Radiostück bewegen wir uns Rückwärts durch den Herstellungsprozess des Soundtracks zum Film Fronteras Visibles (versión discursiva), der 2019 während einer Residency in Kolumbien entstanden ist. Afrokolumbianische Musikkultur, (Post-)Kolonialgeschichten der Stadt Cartagena, Erfahrungen mit Vorortsarmut und Residency-Karrierismus treffen hier aufeinander. In diesem Making-Off präsentiert Christian selbst die klingenden Elemente seines Videoexperiments und seine Technik, die Musik-Miniaturen zu einer selbstironischen Melange über Grenzen, Ungerechtigkeiten, Selbstvermarktung und kultureller Gegenaneignung mutieren zu lassen.

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18.9.
Staging Distance, 2016 (10 Min, deutsch)
Zusammenarbeit Fabian Bechtle, Vincent Grunwald, Konrad Mühe

Die Arbeit entstand im Rahmen einer Recherche im Archiv des Planetariums. In der Audioinstallation wird die Funktionsweise des Wissenschaftstheaters unter Verwendung von Archivmaterial der Planetarium-Shows aufgegriffen. Die Künstler beschäftigen sich mit Prinzipien der Sichtbarmachung und den damit verknüpften Konflikten um Deutungshoheit, Interpretation und Wissen. Es geht um das was wir sehen, wie wir sehen und wie wir gesehen werden.

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18.9.
Ach/Ugh, 2021 (10’28, deutsch und englisch)
Anna Zett

Dieses Hörstück ist eine Studie über das Seufzen, aufgenommen während eines strengen Winterlockdowns aufgrund der Coronaviruspandemie.
Anna Zett fragt ihr nahestehende Personen und Gruppen laut und gefühlvoll auszuatmen. Welche Art des Seufzens ist dir vertraut oder möchtest du mal ausprobieren? Vom Seufzer zum Lacher und wieder zurück zum Seufer untersucht Ach/Ugh das Atmen als eine soziale Handlung am Rande der symbolischen Sprache.

Besonderer Dank an Philipp Goll, Nomaduma Masilela, Ebba Fransén-Waldhör, Marei Löllmann, Houaïda Goulli, Max Schmoetzer und Thomas Butler, dafür, dass sie mit mir ins Mikrofon gesungen haben.
Vielen Dank an Mariechen, Melanie Jame, Luzie, David, Maru, Nina, Nadja und Reeze für ihre Beiträge aus der Ferne.

Während der Ausstellungdauer läuft das Stück im Innenhof der Turmstraße 75.

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25.9.
Die Parabelles! (Die Parabelles) (1h, deutsch)
Eine musikalisch begleitete Gesprächszirkulation übers Lernen, Lehren, Unterricht und das Aufwachsen darin.

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2.10.
Seanaps Radio Lab Special – Ein Ohrtausch
Ein experimentelles Hörspektakel vom Klangfestival ‚Seanaps‘ und aus dem öffentlichen Raum in Leipzig. <Doku.Argu.Experi.Pig.> ist ebenfalls dort vor Ort.

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9.10.
Singing yesterday’s news again, 2017 (54’30, deutsch)
Von Natascha Sadr Haghighian und Nicholas Bussmann

Jeden Tag sang eine Sängerin oder Sänger die Nachrichten vom Vortag. Diese Nachrichtengesänge wurden am Folgetag nachgesungen, und das Nachgesungene wiederum von anderen nachgesungen. So bildeten die Stimmen der Sänger allmählich einen Chor und machten einen sozialen Resonanzraum hörbar.
Die Gesangstexte stammten aus derselben Quelle, wie die Nachrichten des Deutschlandfunks. Allerdings wurden die geografischen Koordinaten täglich geändert. So verschob sich die Wahrnehmung dessen, was wichtig und aktuell ist.

Mit: Aaron Snyder, Chico Mello, Lucile Desamory, Yusuf Ergün, Li Monuko, Zelda Panda, Frieder Butzmann, Fernanda Farah, Margareth Kammerer, Ming Wong, Laura Mello, Rico Repotente, Amen Feizabadi, Övül Durmuşoğlu, Ute Waldhausen; Newsroom crew: Maria Karpushina, Daniela Reina Téllez, Stephan Thierbach, Josephine Tiede; Produktion: Autoren/Deutschlandfunk Kultur 2017

Singing Yesterday’s News Again war Teil von SAVVY Funk, dem documenta 14 Radio in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Experimentelles Radio der Bauhaus Universität Weimar und Deutschlandfunk Kultur.

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Verbundene Ausstellung:

‹doku.ARGU.Experi.PIg.› 20. 8. – 9. 10. 21

Experi

Mi 29. 9. 21, 19 Uhr

mit Distruktur, Laurence Favre, Bernd Lützeler, Igor & Ivan Buharov & Sophie Watzlawick

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15 Buchstaben – 101 Wörter

10. 12. 20 – 10. 12. 21, jeweils ab Dämmerung an der Fassade über der Galerie

Mit Beginn der Dämmerung erstrahlen ab dem 10. Dezember 2020 an der Fassade des Brüder-Grimm-Hauses in der Turmstraße 75 wundersame Wortfolgen in tiefem Blau: AUS – MAUS – MUS – RAUS – RAU – REH – RUM.

„15 Buchstaben – 101 Wörter“ ist eine künstlerische Intervention von Penelope Wehrli über den Schriftzug am Gebäude Brüder Grimm Haus, die an diesem Abend als einjähriges Wort-Lichtspiel im Rahmen der Initiative DraußenStadt beginnt. Der Name BRÜDER-GRIMM-HAUS kennzeichnet – meist von Passant*innen wenig beachtet – das historische Haus in der Turmstraße, das sich mit all seinen Institutionen seit Jahrzehnten der Kunst, Kultur und Weiterbildung widmet.

Penelope Wehrli stellt den Namenszug über der Fensterfront der Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten in den Mittelpunkt ihrer Installation. Die einzelnen Buchstaben der drei Wörter bilden das Material für ihre künstlerische Arbeit und die von ihr komponierten, teils ungewöhnlichen, teils absurden Wortspiele leuchten in unterschiedlichsten Kombinationen, Geschwindigkeiten und Rhythmen. Sie stellen Bezüge zum deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm her und lassen Bilder ihrer Märchensammlung entstehen. Das Außerkraftsetzen von syntaktischen Bezügen und der Gebrauch von klanglichen Lautfolgen wecken Assoziationen zu Comic, Trash-Art und Dada.

Unsere Sprache ist ein lebendiger Organismus und befindet sich in permanentem Wandel. Buchstaben und Laute werden zu Wörtern, sie werden gestaltet, geschrieben und gesprochen. Sie bezeichnen und erzeugen Bewusstsein und Bedeutung. Sie spielen mit Sinnhaftigkeiten, sind Medium unserer Kultur und stellen Zugehörigkeit her. Immer wieder entstehen neue Wörter und Begriffe – oder verschwinden auch wieder aus unserem Vokabular, aus modischen oder aus gesellschaftspolitischen Gründen, mal zu Recht, mal zu Unrecht, von dem Gefühl der Erleichterung oder des Bedauerns begleitet.

Sprache kracht, schneidet, singt. Sei sie plump, präzise oder poetisch: Sie öffnet Räume für Phantasie, Klang und Gefühl. Mit ihrer Intervention rückt Penelope Wehrli nicht nur den Namen des Hauses, sondern vor allem die Lebendigkeit von Kultur und Sprache ins Bewusstsein.

 

Konzept/Realisierung: Penelope Wehrli
Kuratiert von: Veronika Witte
Lichtsteuerung: Joa Glasstetter

Mit freundlicher Unterstützung des Amtes für Weiterbildung und Kultur und DraußenStadt der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.